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| "Das Rauchen
aufzugeben zählt zu den einfachsten Dingen überhaupt. Ich muss es wissen,
denn ich habe es tausendmal getan", kommentierte einst der Schriftsteller
Mark Twain seine erfolglosen Versuche, sein Laster loszuwerden. |
| Sollten
Sie selbst auch schon mehrfach Ihre letzte Zigarette ausgemacht haben,
befinden Sie sich also in prominenter Gesellschaft - und mit Ihnen 85
Prozent der Raucher hierzulande, die eigentlich gern aufhören würden,
es aber nicht schaffen. |
| Und dennoch
möchten wir Sie erneut motivieren, diesen Schritt zum Nichtrauchen zu
tun. Denn wir wissen heute so viel über die schädlichen Auswirkungen
des Rauchens, dass eine Verharmlosung auch dem Gutwilligsten nicht mehr
möglich ist. Und: Es gibt heute hervorragende Möglichkeiten, Raucher
auf Ihrem Weg in die Nikotinfreiheit zu unterstützen. |
| Denn dass
Rauchen schädlich ist, weiss wohl jeder, der zum Glimmstengel greift.
Doch die Sucht nach dem Nikotin, das als Droge stärker wirkt als Kokain,
verdrängt die Gesundheitsgefahren und lässt die allermeisten Entwöhnungswilligen
scheitern. |
| Zu verführerisch
ist die Wirkung die hierzulande in rund 800.000 Zigarettenautomaten legal
erhältlichen Droge: Nikotin sorgt dafür, dass das Gehirn bestimmte Stoffe
freisetzt: Dopamin und Noradrenalin. Beide versetzen Raucher in Hochstimmung,
steigern die Aufmerksamkeit, kurbeln die Energie an und lösen Wohlbehagen
aus. Fehlt der Nachschub, kommt es zu Entzugserscheinungen wie Stimmungsschwankungen,
Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Unruhe und gesteigertem
Appetit. Das Dumme dabei: Der Körper verlangt nach immer grösseren Mengen
- klassisch Nikotinsüchtige sind nicht in der Lage, ihren Zigarettenkonsum
entscheidend zu drosseln - zu gross ist die Sucht, zu gemein sind die
Entzugserscheinungen. |
| Diese lassen
sich aber mit neuen und auch schon bewährten Methoden lindern. Schon
so mancher Raucher hat seine Sucht mit Nikotinpflastern oder -kaugummis
besiegt, die für eine Übergangszeit den Körper mit der Sucht-Substanz
versorgen, aber natürlich die Schadstoffe einer Zigarette nicht mit transportieren. |
| Der Erfolg
einer solchen Nikotinersatztherapie lässt sich eventüll mit einem Medikament
weiter verbessern, das seit Juli letzten Jahres in Deutschland auf dem
Markt ist (Zyban). Doch egal, mit welchen Methoden und Hilfen Sie vom
Rauchen loskommen: Es lohnt sich immer. Denn: Wussten Sie, dass in der
EU jährlich rund 500.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums sterben?
Das sind mehr Tote als durch AIDS, Autounfälle, Mord, Suizid und illegale
Drogen zusammen? |
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| © bei Umwelt-News
/ 6/2000 - Januar 2001 |
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